Dra­chen­kopf­ver­wandte

Unter den Ver­tretern der Dra­chen­kopf­ver­wandten findet man neben extrem gif­tigen Arten und exo­ti­schen Schön­heiten auch zahl­reiche unscheinbare Arten, die durch ihr Äußeres perfekt getarnt und her­vor­ragend an ihren Lebensraum ange­passt sind. Viele Arten sind sehr schmack­hafte, aus­ge­sprochen begehrte Spei­se­fische, einige davon mit großer wirt­schaft­licher Bedeutung.

Die Ordnung der Dra­chen­kopf­ver­wandten, die auch als Pan­zerwangen bezeichnet wird, stellt eine recht große und viel­ge­staltige Fisch­gruppe mit ins­gesamt ca. 1200 Arten dar, deren Ver­treter jedoch äußerlich gewisse Ähn­lich­keiten auf­weisen. Namens­gebend und bei allen Arten vor­handen ist ein Kno­chensteg unterhalb der Augen (an den Wangen) der in Regel bis zum Vor­kie­men­deckel reicht. Der meist große Kopf ist für gewöhnlich mit Dornen ver­sehen und manchmal sogar mit Kno­chen­platten gepanzert. Die Kör­perform der Pan­zerwangen kann sehr unter­schiedlich sein und reicht von blei­stift­förmig über keu­len­förmig und bar­sch­artig bis hin zu stein­förmig.

Dra­chen­kopf­ver­wandte kommen in allen Welt­meeren vor, einige Arten aus der Familie der Groppen haben sogar in weiten Teilen der Erde das Süß­wasser als Lebensraum erobert. Die meisten von ihnen sind typische, ein­zel­gän­ge­rische Boden­be­wohner, von denen viele keine Schwimm­blase mehr besitzen und, gut getarnt, mehr auf dem Unter­grund liegen als umher schwimmen. Eine Aus­nahme davon stellen die Rot­barsche dar, die in zum Teil rie­sigen Schwärmen im Frei­wasser des Atlantiks leben.

Die Schwanz­flosse sowie die Brust­flossen sind bei den meisten Pan­zerwangen deutlich abge­rundet. Bei einigen Arten sind manche Flossen mehr oder weniger stark abge­wandelt. Bei den Knurr­hähnen sind die Brust­flossen stark ver­größert und auf­fällig gefärbt. Sie dienen einer­seits als flü­gel­artige Sta­bi­li­sa­toren beim Schwimmen, ande­rer­seits der Abschre­ckung vor mög­lichen Feinden. Auch die Brust­flossen der Feu­er­fische sind stark ver­größert. Bei ihnen dienen sie dem Beu­tefang. Mit ihrer Hilfe werden Beu­te­tiere auf­ge­scheucht und wie mit einem Sperrnetz in die Enge getrieben, bis es für sie kein Ent­kommen mehr gibt und sie ver­schlungen werden.

Bei den Schei­ben­bäuchen dagegen sind die Bauch­flossen zu einer Saug­scheibe umge­wandelt, die es den Tieren ermög­licht, sich auch bei stark bewegtem Wasser sicher am Unter­grund anheften zu können.

Bei einer Gruppe von Pan­zerwangen, die häufig unter dem Namen Skor­pi­ons­fische zusam­men­ge­fasst werden, ist eine Anzahl von Strahlen der Rücken-, After- und Bauch­flossen mit Gift­drüsen aus­ge­stattet, die der Ver­tei­digung gegen mög­liche Feinde dienen. Neben den Dra­chen­köpfen gehören auch die Stein­fische und die Feu­er­fische zu diesen zum Teil gefährlich gif­tigen Fischen.