Das Mittelmeer – Meer der Meere
Jedes Jahr strömen Millionen sonnenhungrige Touristen, unter ihnen auch zahllose Taucher, an die Küsten und auf die Inseln des Mittelmeeres. Dabei werden stundenlange Staus auf verstopften Autobahnen ebenso wie Wartezeiten auf Flughäfen in Kauf genommen, um an unser Hausmeer oder auch das „mare nostrum“, wie es die Römer nannten, zu gelangen.
Doch das Mittelmeer ist nicht überall gleich Mittelmeer, es umfaßt eine enorme Vielfalt, was den Reiz dieses Meeres wahrscheinlich mit ausmacht. Das „eine“ Mittelmeer gibt es nicht, sondern eher viele verschiedene „Meere“ mit all ihren unterschiedlichen Landschaften, Stimmungen, Kulturen, Sprachen und Religionen.
Ob die Wildheit langer Felsküsten mit winzigen, zwischen Felskaps eingebetteten Sandstränden wie z. B. an der Riviera oder endlos lange, flache Sandstrände wie z. B. an der Adria oder an der Costa Brava, ob die Inselwelt der Ägäis mit all ihrem mystischen Zauber oder Inseln wie Malta, Korsika oder die Balearen mit ihrer speziellen Landschaft über und unter Wasser, ob die afrikanische Festlandsküste oder, oder, oder…: all diese Teilbereiche des Mittelmeeres üben eine magische Faszination auf uns Europäer aus.
Nicht zuletzt sicherlich auch deshalb, weil in den Ländern, die das Mittelmeer umgeben, die Wiege unserer abendländischen Kultur stand. Die Irrfahrten des Odysseus und die Eroberungsfeldzüge des Römischen Reiches beflügeln noch heute unsere Phantasien.